• Brang´s Hundeparadies Eifel

Eine Hundetoilette braucht man sowas?

Vor einigen Jahren habe ich noch gedacht: nein auf keinen Fall. Man geht mit dem Hund Gassi und braucht deshalb keine Hundetoilette im Haus.

Zu einer anderen Überzeugung bin ich gekommen als wir unsere Zuchthündin Binne in Norwegen im Winter abholen waren.

Wir sind im November nach Norwegen gefahren um unsere Zuchthündin Binne beim Züchter abzuholen. Sie war zu diesem Zeitpunkt acht Wochen alt und wir mussten die 1600 km mit ihr mit dem Wohnmobil wieder zurück nach Deutschland fahren.

Dabei stellten wir uns natürlich die Frage was machen wir im Wohnmobil bei der langen Fahrt mit unserer Hündin. Wir haben überlegt eine Katzenkloilette ins Wohnmobil zu stellen, damit die Hündin zwischendurch ganz schnell, wenn sie sich meldet, darauf gesetzt werden kann, da es im Winter in Norwegen etwas problematischer war den kleinen Welpen schnell nach draußen zu setzen.

Wir haben also eine ganz normales Katzentoilette mit weißem Katzenstreu gefüllt und ins Wohnmobil gestellt.

Unsere Binne ist in Norwegen aufgewachsen. Die Züchter hatten einen größeren Balkon wo die Welpen zum Gassi gehen immer hin geschickt worden. Da es November in Norwegen war, lag auf diesen Balkon Schnee und die Welpen waren also gewohnt in den Schnee ihr Geschäft zu machen.

Total überraschend für uns war es als Binne das erste Mal in ihrem Leben in unser Wohnmobil kam, dass sie sofort auf die Katzentoilette ging und dort Pippi gemacht hat. Anscheinend hat sie das weiße Katzenstreu für Schnee gehalten bzw das Katzenstreu hat sie einfach an den weißen Schnee erinnert in den sie mit ihrer Mama und ihren Geschwistern immer Pippi gemacht haben.

Es gab keine Pippi-Unglücke mit Binne, sie hat immer ihr Häufchen und ihr Pippi in die Katzentoilette gemacht. Im Wohnmobil es ging also kein einziger Bach daneben.

Das fanden wir natürlich am Anfang total toll. Damit war Binde für uns ja sozusagen direkt stubenrein im Wohnmobil und wir konnten beruhigt unsere Heimreise antreten, die wir auf mehrere Tage verteilt haben.

Zu Hause ergab sich in den nächsten Wochen ein kleines Problem. Wir gingen mit Binne Gassi, sie machte aber kein Gassi draußen sondern hielt zu bis sie wieder ins Haus kam. Dort lief sie schnurstracks auf ihre Toilette und machte ihr Geschäft.

Wir sahen jetzt erst mal nicht unbedingt eine Notwendigkeit die Situation zu ändern. Wir sind mit Binne in den Garten gegangen. Wenn Sie dort war hat sie auch draußen Pippi und Häufchen gemacht. Aber immer wieder nachts ging sie auf ihre Toilette und hat dort gemacht. Wir haben diese Situation erst einmal beibehalten. Immer häufiger ging sie nach draußen hat immer häufiger ihr Geschäft draußen gemacht. Aber nachts benutzte sie immer wieder ihre Toilette.

Im nächsten Frühjahr wollten wir mit ihr wieder nach Norwegen fahren und haben ihr deshalb auch ihre Toilette nicht weggenommen. Wir wussten, dass wir es bei unserer Fahrt nach Norwegen im Frühjahr wieder brauchen würden.

Und es funktionierte auch sehr gut. Es ging kein Bach ins Wohnmobil. Sie hat ganz brav ihre Toilette benutzt und Pippi manchmal auch Häufchen hinein gemacht nachts.

Bei unserer nächsten Rundfahrt mit dem Wohnmobil haben wir keine Toilette mehr ins Wohnmobil gesetzt und es klappte trotzdem. Binne gewöhnte sich dran, für Pippi nach draußen zu gehen.

Leider haben wir vergessen die Toilette bei unserer Abfahrt aus der Wohnung zu räumen und als wir von unserer Fahrt nach Hause kam rannte Binde als erstes freudenstrahlend zu ihrer Toilette und machte Pippi rein.

In der nächsten Zeit gelang es uns allerdings Binne von der Toilette abzugewöhnen und diese aus der Wohnung zu verbannen. Binde war auch so absolut stubenrein.

Glücklich über Binnes Freude an ihrer Toilette waren wir, als Binde ihre ersten Welpen bekam.

Binne sollte ihre Welpen bei uns im Schlafzimmer bekommen. Als Binne kurz vor der Geburt war haben wir ihr die Toilette wieder hingestellt, da wir von unserem Schlafzimmer bis in den Garten vier Treppen zu bewältigen hatten. Das wollten wir Binne in ihrem Zustand nicht zumuten. Wir waren hoch erfreut, dass Binne sofort ihre Toilette wieder akzeptiert hat und dahin gegangen ist.

Es war ebenfalls sehr hilfreich kurz vor, beziehungsweise nach der Geburt, als Binne ihre Welpen nicht zu lange verlassen wollte, dass sie zu dieser Zeit ihre Toilette benutzt hat.

Es hat in der Tat mehrere Tage gedauert bis Binne bereit war die Treppe runter in den Garten zu gehen und ihre Welpen so lange alleine zu lassen.

In der Zeit danach gab's wieder keine Hundetoilette in der Wohnung. Binne war einfach stubenrein.

Jetzt wird Binde bald 14 Jahre alt und etwas inkontinent. Nun ist es super praktisch, dass Binne gewohnt ist auf eine Hundetoilette zu gehen. So kann man ihr die Möglichkeit bieten nachts mehrmals Pippi zu machen ohne dass ein Malheur im Haus passiert.

Unterm Strich war es für uns also eine wirklich gute Idee die kleine Binne an eine Hundetoilette zu gewöhnen, da immer in kritischen Situationen, wo es schwierig wurde mit Binne nach draußen zu gehen, die Hundetoilette eine wunderbare Alternative darstellte und viele Situation für uns problemfreier gestaltet werden konnten.

Unser Fazit für eine Hundetoilette: ja auf jeden Fall, es ist eine super Idee. Wenn der Hund an eine Hundetoilette gewohnt ist, kann man in speziellen Situationen auf diese Möglichkeit zurückgreifen.


In einem späteren Post gehe ich darauf ein, wie eine Hundetoilette sinnvoll gestaltet werden kann



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